Basti's Sydney News

Sunday, March 18, 2007

Happy Birthday!

Jaaaa, ihr werdet es nicht glauben, aber heute ist ein grosser Tag: der KLEIDERBUEGEL hat Geburtstag. 75 Jahre wird er alt. Genau, denn am 19.3.1932 wurde er mit viel TamTam der Weltoeffentlichkeit vorgestellt. Die Australier sind noch heute unheimlich stolz auf ihn. Man sagt, mit der Fertigstellung des "coat hangers" haetten sie damals den Anschluss an die modernen Laender dieses Erdballs geschafft. Und was war es damals fuer ein Aufwand, bis er endlich fertig war. Erste Arbeiten begannen 1923 - der eigentliche Bau aber erst zwei Jahre spaeter. Die Idee dazu gab es wohl schon im fruehen 19. Jh., aber die Australier werden nicht umsonst als sehr gemuetlich beschrieben. Nach 5 Jahren war dann der tragende Teil - der Buegel quasi - fertig. Hier mal ein Bild davon:

... und wem jetzt was komisch vorkommt, dem soll gesagt sein, dass die Harbour Bridge in Sydney, uebrigens die laengste Bogenbruecke der Welt, von den Einheimischen aufgrund ihrer Form liebevoll "coat hanger" oder eben Kleiderbuegel genannt wird. Man beachte die Haeuser im Hintergrund und im Vergleich dazu die Groesse der Bruecke. Atemberaubend zur damaligen Zeit! Jedenfalls wurde heute kraeftig gefeiert. In den letzten Tagen war man vor der Werbung fuer "unsere Bruecke" an keinem Ort Australiens mehr sicher. Sogar in Melbourne (ueber 1000 km weit entfernt) wurde sie gesichtet. Genau wie vor 75 Jahren wurde die Bruecke wieder den Einheimischen ueberlassen und zwar, genau wie damals, den Fussgaengern. Den ganzen Tag war sie gesperrt und jeder, der sich vorher angemeldet hatte, durfte die Bruecke von Milson's Point im Norden in die City im Sueden zu Fuss ueberqueren.

Da ich gerade letzte Woche ebenfalls diesen Weg unternommen hatte (zugegebenermassen auf dem Fussweg und nicht auf der Fahrbahn - aber immerhin), hab ich mir das Gedraenge heute erspart - ich war ja auch nicht angemeldet. Fuer mich persoenlich ist die Bruecke mindestens genauso beeindruckend wie die Oper, weil sie einfach massiv und stolz die Hafenbucht ueberspannt und dabei trotzdem elegant anzusehen ist. Fuer euch nochmal eine Luftaufnahme ...


... und damit sage ich Tschuess fuer heute!

Tuesday, March 06, 2007

Sydney im Maerz ...

... da war doch was: ach ja, genau - letztes Jahr war ich zu dieser Zeit ja auch schon da. Ich erlebe also ab jetzt jeden Tag schon das zweite Mal. Ich muss sagen, das schockiert mich ein bisschen - ein Jahr bereits vorbei! Nicht nur in Hinblick auf die "Erfolge" bei der Doktorarbeit, sondern auch und ueberhaupt das grosse Ganze betrachtend. Im Rueckblick kann man glaube ich wirklich sagen, Sydney macht es einem leicht mit dem Zeitvertreib. Obwohl ich nicht viel reisen kann und dadurch nur im Grossraum Sydney unterwegs bin, habe ich doch schon einiges gesehen und kann meine zukuenftigen Gaeste mit einem ausgefeilten Besuchsprogramm begluecken. Soviel Erkundungen konnte ich schon machen ...




Wie ihr seht, bin ich wieder da. War ich ja irgendwie auch die ganze Zeit. Mit vielen habe ich gemailt oder telefoniert, aber nachdem mir jetzt von drei unabhaengigen Stellen mitgeteilt wurde, dass dieser blogg ueberwacht wird um moeglichst viel ueber mein Leben Down Under mitzubekommen, muss ich mich doch selber zusammenreissen und auch in schriftlicher Form zurueckmelden. Danke fuer die Erinnerungen!!! Es geht die naechsten Tage auch gleich spannend weiter. Naechste Woche kommen Familie Hermann aus Bitterfeld, Familie Weiss aus Bonn und mein werter Herr Papa "us Koelle" fuer vier Tage in die Stadt. Ich hoffe, ich kann die gehobenen Ansprueche dieses Teams was Stadtfuehrungen, Erklaerungen und Unterhaltung angeht erfuellen, da die Messlatte durch fruehere gemeinsame Reisen und andere Gastgeber (Gruss an zwei meiner drei Lieblingscousinen) doch weeeeeeiiiiiiiit oben liegt. :-)


Letzte Woche gab es noch das Negativereignis meiner bisherigen Sydneyzeit: Irgendein Idiot hat sich erdreistet waehrend meiner Arbeitszeit mein schoenes neues Fahrrad vor meinem Unigebaeude zu klauen. War bestimmt so ein Undergraduate Student, die jetzt gerade alle hier unterwegs sind (diese Woche faengt das Studienjahr an). Nicht genug, dass sie mit ihrer blossen Anwesenheit Busse, Plaetze beim Lunch, Lifte, Baenke, Wiesen, Bankautomaten und vieles mehr blockieren - nein, jetzt sind sie auch noch verantwortlich dafuer, dass ich wieder mit dem Bus in die Uni fahren muss (das klingt jetzt hart - ich brauche einfach einen Schuldigen). Wie das passieren konnte weiss ich auch nicht. Das Bike war ordnungsgemaess angekettet am Gelaender und durch die vielen (angesprochenen) Studenten wurde einem auch eine vermeintliche Sicherheit vorgegaukelt. Aber offensichtlich gibt es Menschen, denen sowas egal ist. Wie gesagt, Pech gehabt fuer den Moment. Die Polizei wird wahrscheinlich nichts finden und ich werde mich wohl oder uebel in den naechsten Wochen wieder auf die Suche nach einem neuen Rad begeben muessen. Ab jetzt werde ich das aber immer mit ins Buero schleppen (auch wenn da eigentlich kein Platz ist - naja, es wird schon irgendwie gehen).


Wie auch immer - die dicksten Rauchschwaden um meinen Gemuetszustand sind verraucht und ich schaue wieder positiv nach vorne. Letztes Wochenende war der zweite Teil der City of Sydney Chess Championchips an denen ich teilgenommen habe. Zwei Wochenenden, 4 von 7 Punkten und ein recht zufriedener Basti, der auch mal wieder ueber was anderes intensiv nachdenken konnte, als ueber seine Arbeit (entschuldige Ane: noch mehr denke ich natuerlich ueber unsere Hochzeit nach ;-) ).


Ich hoffe allen Deutschlaendern geht's gut - hier wechselt sich das Wetter zwischen Hitze- und kuehlen Regentagen ab. Man kann sich gar nicht darauf einstellen. Gleich geht's noch in die Stadt, dort wird Nadine verabschiedet, die nach einem Jahr nach Hause faehrt. Womit wir wieder beim Ausgangspunkt werden - Kinder, wie die Zeit vergeht ...


Euer Basti