... da war doch was: ach ja, genau - letztes Jahr war ich zu dieser Zeit ja auch schon da. Ich erlebe also ab jetzt jeden Tag schon das zweite Mal. Ich muss sagen, das schockiert mich ein bisschen - ein Jahr bereits vorbei! Nicht nur in Hinblick auf die "Erfolge" bei der Doktorarbeit, sondern auch und ueberhaupt das grosse Ganze betrachtend. Im Rueckblick kann man glaube ich wirklich sagen, Sydney macht es einem leicht mit dem Zeitvertreib. Obwohl ich nicht viel reisen kann und dadurch nur im Grossraum Sydney unterwegs bin, habe ich doch schon einiges gesehen und kann meine zukuenftigen Gaeste mit einem ausgefeilten Besuchsprogramm begluecken. Soviel Erkundungen konnte ich schon machen ...

Wie ihr seht, bin ich wieder da. War ich ja irgendwie auch die ganze Zeit. Mit vielen habe ich gemailt oder telefoniert, aber nachdem mir jetzt von drei unabhaengigen Stellen mitgeteilt wurde, dass dieser blogg ueberwacht wird um moeglichst viel ueber mein Leben Down Under mitzubekommen, muss ich mich doch selber zusammenreissen und auch in schriftlicher Form zurueckmelden. Danke fuer die Erinnerungen!!! Es geht die naechsten Tage auch gleich spannend weiter. Naechste Woche kommen Familie Hermann aus Bitterfeld, Familie Weiss aus Bonn und mein werter Herr Papa "us Koelle" fuer vier Tage in die Stadt. Ich hoffe, ich kann die gehobenen Ansprueche dieses Teams was Stadtfuehrungen, Erklaerungen und Unterhaltung angeht erfuellen, da die Messlatte durch fruehere gemeinsame Reisen und andere Gastgeber (Gruss an zwei meiner drei Lieblingscousinen) doch weeeeeeiiiiiiiit oben liegt. :-)
Letzte Woche gab es noch das Negativereignis meiner bisherigen Sydneyzeit: Irgendein Idiot hat sich erdreistet waehrend meiner Arbeitszeit mein schoenes neues Fahrrad vor meinem Unigebaeude zu klauen. War bestimmt so ein Undergraduate Student, die jetzt gerade alle hier unterwegs sind (diese Woche faengt das Studienjahr an). Nicht genug, dass sie mit ihrer blossen Anwesenheit Busse, Plaetze beim Lunch, Lifte, Baenke, Wiesen, Bankautomaten und vieles mehr blockieren - nein, jetzt sind sie auch noch verantwortlich dafuer, dass ich wieder mit dem Bus in die Uni fahren muss (das klingt jetzt hart - ich brauche einfach einen Schuldigen). Wie das passieren konnte weiss ich auch nicht. Das Bike war ordnungsgemaess angekettet am Gelaender und durch die vielen (angesprochenen) Studenten wurde einem auch eine vermeintliche Sicherheit vorgegaukelt. Aber offensichtlich gibt es Menschen, denen sowas egal ist. Wie gesagt, Pech gehabt fuer den Moment. Die Polizei wird wahrscheinlich nichts finden und ich werde mich wohl oder uebel in den naechsten Wochen wieder auf die Suche nach einem neuen Rad begeben muessen. Ab jetzt werde ich das aber immer mit ins Buero schleppen (auch wenn da eigentlich kein Platz ist - naja, es wird schon irgendwie gehen).
Wie auch immer - die dicksten Rauchschwaden um meinen Gemuetszustand sind verraucht und ich schaue wieder positiv nach vorne. Letztes Wochenende war der zweite Teil der City of Sydney Chess Championchips an denen ich teilgenommen habe. Zwei Wochenenden, 4 von 7 Punkten und ein recht zufriedener Basti, der auch mal wieder ueber was anderes intensiv nachdenken konnte, als ueber seine Arbeit (entschuldige Ane: noch mehr denke ich natuerlich ueber unsere Hochzeit nach ;-) ).
Ich hoffe allen Deutschlaendern geht's gut - hier wechselt sich das Wetter zwischen Hitze- und kuehlen Regentagen ab. Man kann sich gar nicht darauf einstellen. Gleich geht's noch in die Stadt, dort wird Nadine verabschiedet, die nach einem Jahr nach Hause faehrt. Womit wir wieder beim Ausgangspunkt werden - Kinder, wie die Zeit vergeht ...
Euer Basti