Basti's Sydney News

Sunday, November 19, 2006

Sculptures on the Sea

Ein wenig Kunst zum Wochenende kann doch auch nicht schaden, oder!? Deshalb hab ich mich mit Alex in Bondi getroffen und wir haben uns die Freiluftausstellung "Sculptures on the Sea" angeschaut. Allerdings war nicht jeder 'Sydneyaner' bereit dazu, sich an diesem sehr schoenen Sonntag mit Kunstobjekten von australischen Kuenstlern herumzuschlagen. Ein kleiner Ausschnitt vom Bondi-Beach:

Wer jetzt denkt, dies waeren schon die 'Skulpturen am Meer' der irrt! Nein, wir sind zielgerichtet auf den Coastal Walk von Bondi Beach nach Tamarama Beach zugesteuert, der nicht zu verfehlen war. Denn es war aber wirklich "Gott und die Welt" unterwegs, um den letzten Tag der Ausstellung zu nutzen. Die Werke waren teilweise in die felsige Lanschaft eingepasst, wahrscheinlich sogar extra fuer diese Standorte gemacht, oder auch einfach auf einer grossen Wiese oder am Strand in der Erde verankert. Zum Teil richtig grosse Stuecke, die nicht so ohne weiteres dorthin gebracht werden konnten. Grosser Aufwand also, aber auch grosse Wirkung!

Wie man oben sehen kann, erfuellen aber auch die kleinen Skulpturen eindruecklich ihren Zweck. Auf dem Bild kann man auch erkennen, welchen Einfluss die Lage auf den Klippen auf den Gesamteindruck des Betrachters hat. Dazu sommerliche Temperaturen und leichte Bewoelkung (was immer gut ist, denn sonst prasselt die Sonne echt zu heiss auf einen herab) - ideales Wetter um sich das Anzuschauen. Uebrigens, wer immer von Euch mal in Sydney vorbeikommt (um mich zu besuchen eventuell), sollte sich den Walk von Bondi zum Coogee Beach auf keinen Fall entgehen lassen. Und da ihr dann ja als Touristen hier seid und nicht arbeiten muesst, solltet ihr das ganze an einem Werktag machen. Sonst ist es naemlich eindeutig zu voll:

Zum Abschluss gibt es noch ein paar Impressionen von den Exponaten, die mir am besten gefallen haben. Hoffe ihr findet auch Gefallen an dem ein oder anderen. Bis naechste Woche dann. Euer Basti

Links die braungebrannten Sonnenanbeter, rechts die meist kaeseweissen Kunstinteressierten

Auch die kleinen Aushoehlungen im Fels entlang des Weges wurden bestens ausgenutzt

Das werden doch keine Abwasserleitungen sein!?

Wir konnten uns nicht so recht einigen, ob man oben oder eher unten bessere Chancen auf den Sieg hat

Sind die Voegel nun durchsichtig oder nicht - man schaut besser zweimal hin

Mein Favorit heute - faszinierend!

Das liebe Wetter ...

Da ich immer wieder die Frage gestellt bekomme, ob wir denn schon Sommer haetten, hier mal ein kleines Beispiel dass eine Antwort darauf gar nicht so einfach ist. Im Verlauf der letzten Woche gab es hier naemlich die tiefste gemessene Novembertemperatur im Verlauf der letzten 100 Jahre: 8.3 Grad. Es ist also nicht nur meine falsche Vorstellung von Australien, sondern wissenschaftlich belegt, dass es hier kaelter als normalerweise ist. Hier der Auszug aus dem Sydney Morning Herald:

A goosepimply, teeth-chattering Sydney has another reason to shake its collective head at the weather gods today. This morning's recorded low temperature of 8.3 degrees is the coldest November minimum in more than a century. Not since 1905 has a November day experienced such chill. But don't put away the swimming cossies just yet, says bureau forecaster Chris Webb, because we're in for a fine and sunny weekend with temperatures in the high 20s.

Wie oben erwaehnt, war es dann am Wochenende wieder schoen warm. So um die 25 Grad. Man muss schon genau wissen am Morgen, was man denn jeweils anzieht. Denn bei dem eisigen Wind letzten Mittwoch waren kurze Hosen wohl nicht so ganz das richtige. Jedenfalls waren die Temperaturen heute perfekt dazu geeignet, sich eine Kunstausstellung zwischen Bondi Beach und Tamarama Beach anzuschauen. Aber dazu im naechsten Post mehr ...

Saturday, November 11, 2006

Gong-Ride

Hallo an alle. Ueber zwei Wochen Pause in der Berichterstattung wollen dieses Wochenende aufgeholt werden. Den Anfang macht der letzte Sonntag. Da sind Steve (mein Mitbewohner) und ich auf die Fahrraeder gestiegen und haben uns an einer Wohltaetigkeits-Radtour beteiligt, die uns vom Sydneys Stadtteil St. Peters etwa 90km suedlich nach Wollongong fuehrte. Der Gong-Ride wird seit 25 Jahren zu Gunsten einer Stiftung fuer MS-Patienten durchgefuehrt, so dass ein Grossteil der Startgelder und Umsaetze dorthin ging. Mit ueber 10.000 gemeldeten Teilnehmern kommt da auch eine schoene Summe zusammen.

Wir haben uns also gegen 6 Uhr aus den Betten gequaelt, da das Startzeitfenster von 6:15-8:00 recht eng gesteckt war. War aber auch noetig, denn natuerlich koennen die Strassensperrungen nicht ewig aufrechterhalten werden. Vor Ort am Start haben wir uns noch mit Kristin und Marc getroffen und so ging es als Viererbande auf die Strecke (s. Bild links). Das Wetter sollte noch ein entscheidender Faktor werden. Zunaechst war die Tage vorher schon Regen angesagt worden und, was sich als wesentlicher herausstellen sollte, maechtiger Wind aus suedlicher Richtung (das englische Zauberwort heisst "head wind"). Mit dem Regen hatten wir Glueck, denn es war zwar durchgaengig bedeckt und nur etwa 14 Grad, aber wenigstens ist ausser ein bisschen Niesel nichts runtergekommen. Allerdings machte uns auf den letzten ca. 30km der Gegenwind doch sehr zu schaffen. Die Strecke fuehrte in dem Abschnitt fast ausschliesslich direkt am Meer entlang, so dass uns "the wall" die ganze Zeit frontal treffen konnte. Teilweise wurden einem der Sand in die Augen geweht, oder der Wind war so stark, dass man fast langsamer als die Fussgaenger war. Jeder der Teilnehmer hatte seinen eigenen Fluch auf den Lippen, aber letztendlich sind doch die meisten irgendwie im Ziel am Leuchtturm in Wollongong angekommen.
Am Anfang verlief die Strecke durch die Aussenbezirke von Sydney (Cooks River, Sutherland, Heathcote) auf dem Princess Highway, auf dem die linke Spur fuer die Radler gesperrt war. In Waterfall sind wir dann in den Royal National Park, dem aeltesten Australiens, abgebogen. Dort fand dann auch die Mittagspause statt, gerade rechtzeitig bevor die erste ernsthafte Steigung des Tages auf dem Programm stand. Dann noch auf der neuen Kuestenstrasse die Windboeen ueberstehen und die letzten Kilometer bis ins Ziel strampeln. Geschafft! Wirklich eine gelungene Veranstaltung. Keine stoerenden Autos, alle Biker sind schoen vorsichtig gefahren und naechstes Jahr gibts dann auch noch schoenes Wetter.

Da ging's uns allen noch gut ...
Die Kueste suedlich von Sydney ist schon imposant.
Ja, auch unsere Bikes hatten sich eine Pause verdient ...

... und manch einer war dann doch richtig am Ende!